Der wahre Grund für den Baustopp am Bienenhaus

Jurassic-Park im Quellengrund doch keine Fake-News?

Nach dem Baubeginn im Oktober letzten Jahres ging es bis Anfang November zügig voran. Das Ständerwerk wurde noch errichtet, seitdem aber ruht der Bau. Nur das Rascheln einer leuchtend blauen Plane, die zum Schutz darüber gespannt wurde, erregt die Aufmerksamkeit daran vorbei laufender Spaziergänger. Ungewöhnlich für den sonst für seine Baufreude bekannten Weseker Heimatverein. Das dachte sich wohl auch Peter B., der mit den Weseker Verhältnissen gut vertraute Berichterstatter der BZ. Da er die wetterbedingte Begründung der Vereinsführung in Frage stellte, aber dann erfuhr, über andere Gründe sei man zum Stillschweigen verpflichtet worden, begann er zu recherchieren. Wie zu erfahren war, wollte B. seinen Artikel in die heutige Samstagausgabe der BZ aufnehmen lassen. In der Redaktion wurde jedoch entschieden, erst nächste Woche zu veröffentlichen, weil die Gefahr gesehen wurde, dass die Leserschaft seine Rechercheergebnisse am 1. April nicht ernst nehmen würde, seine Aprilscherze sind Legende.
Durch eine irrtümlich an uns adressierte E-Mail können wir aber über einige Einzelheiten vorweg berichten.
Bei der Aufnahme des Fundaments des alten Bienenhauses waren die Arbeiter auf Knochenreste gestoßen, ungewöhnlich und groß (siehe Foto).

Ein Geologe, Vereinsmitglied, war überzeugt: es sind Überreste einer ihm unbekannten Saurierart. 1910 waren in Gronau Skelettteile eines 3,26 m langen Sauriers gefunden worden, für Weseke wäre solch ein Fund eine Sensation.
Der alarmierte Landschaftsverband schickte umgehend einen Paläo-Archäologen zur Fundstätte. Prof. Dr. Ken Ternich erkannte in den Überresten Ähnlichkeiten mit einem Brancasaurus, vergleichbar dem Gronau-Fund. Die vom Bagger freigelegten Fossilien wurden sichergestellt und nach Münster transportiert zur genaueren Untersuchung.
Seitdem hängt die ganze Angelegenheit. Vom LWL kam die Auflage eines Baustopps bis entschieden wäre, ob nach weiteren Überresten gegraben werden soll oder Freigabe für den Weiterbau des Bienenhauses erfolgt. Zusätzlich wurden der Verein und der Baggerführer zum Stillschweigen aufgefordert, um befürchtete Raubgrabungen zu verhindern.

Es ist nicht bekannt, ob der BZ-Redakteur herausfinden konnte, wann die Bauarbeiten des Weseker Heimatvereins wieder aufgenommen werden können.
Wir werden es vielleicht in der Montagsausgabe der Borkener Zeitung lesen können.

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